UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona
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Das UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona wurde im Juli 2008 von der UNESCO als weltweit einzigartige bezeichnet und in die UNESCO Welterbe-Liste aufgenommen. Das knapp 330 km2 Gebiet wurde nach dem Piz Sardona benannt. In der Tektonikarena Sardona stehen die Berge Kopf: Entlang einer markanten, hellen Linie, der sogenannten Glarner Hauptüberschiebung wurden in der Erdkruste während der Entstehung der Alpen alter Verrucano Gesteine (250-300 Mio. Jahre) auf viel jüngere Flysch-Gesteine (35-50 Mio. Jahre) geschoben.
 
Die Tektonikarena Sardona bietet in einer ursprünglichen Landschaft eine ungewöhnlich grosse Dichte an schützenswerten Zeugen der Erdgeschichte (Geotope), eine vielfältige alpine Pflanzen- und Tierwelt sowie Hochmoore und Schwemmebenen von nationaler Bedeutung. Neben der ältesten wieder angesiedelten Steinbockkolonie der Schweiz boten die vielfältigen Landschaften des Welterbes Sardona auch für die erstmalige Auswilderung von Bartgeiern in den Nordalpen im Jahre 2010 die besten Voraussetzungen.
 
Vättis und das naheliegende Calfeisental, sind ein idealer Ausgangspunkt für Wanderer und Berggänger das Welterbe zu entdecken. Am Ringelspitz, mit 3247 m ü. M, dem höchsten Berg in der Tektonikarena Sardona und dem Piz Sardona ist die Überschiebung besonders gut sichtbar. Das Vättner Fenster in unmittelbarer Nähe zum Dorf, am Eingang zum Chrüzbachtobel, gehört ebenfalls zur Tektonikarena Sardona. Im Vättner Fenster finden sich die österlichsten Vorkomme des Aaremassivs des alpinen Grundgebirges. Es sind die ältesten Gesteine der Tektonikarena. Bei einem kurzen Spaziergang (15. Min.) zum Chrüzbachtobel, oder einer Wanderung im Calfeisental lassen sich die vielfältigen und beeindruckendem Phänomene der Gebirgsbildung auf anschauliche und weltweite einzigartige Weise erleben, in der Natur beobachten und erfassen.
 

 

Sardonagruppe